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Neues Beitragsverfahren für Selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung

Neues Beitragsrecht für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung

Ab 2018 erfolgt die Beitragsbemessung bei freiwillig Versicherten vorläufig

Für Unternehmensneugründer, die noch keinen Einkommensnachweis für Ihre Tätigkeit erbringen können, gilt die Mindesteinnahme in Höhe von € 2.231,25. Unternehmer, die bislang schon selbständig tätig waren, müssen als künftige Beitragseinstufung den Einkommensteuerbescheid o.ä. vorlegen, damit ein einkommensgerechtes Beitragsverfahren möglich ist.

Bisher ist es so, dass man aufgrund eigener Angaben einen vorläufigen Beitrag bezahlt. Es kam jedoch nicht zu Nachforderungen, wenn der Gewinn tatsächlich deutlich höher ausfiel, denn Änderungen werden immer nur für die Zukunft wirksam. Demnach steigt der Beitrag dann für die Zukunft auf Basis des “tatsächlichen” Gewinns an.

Als Grundlage für die (vorläufige) Beitragsbemessung ab 2018 wird der zuletzt vorliegende Einkommensteuerbescheid dienen. Die finale Beitragsfestsetzung erfolgt, sobald der Einkommensteuerbescheid für das jeweilige Kalenderjahr der Krankenkasse vorliegt. Da für die Einkommenseinstufung das tatsächliche Arbeitseinkommen herangezogen wird, kann es zu Nachzahlungen bzw. Erstattungen kommen.

Legt der Selbstständige innerhalb von drei Kalenderjahren den Einkommensteuerbescheid seiner Krankenversicherung nicht vor, muss er rückwirkend den Höchstbeitrag zahlen.

Diese Neuregelung gilt auch bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.