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Hungerlöhne für Künstler

Künstlergagen

Kunst bleibt brotlos

Deutschlands Wirtschaft boomt. Die Beschäftigung erreicht Höchststände, die Gewinne sprudeln, die öffentlichen Kassen sind voll, es wird konsumiert. Doch ausgerechnet diejenigen, die viele mehr als alles andere bewundern für ihre inspirierenden Kunstwerke, fantasievollen Bücher, inspirierenden Lieder, die mit ihren Werken der Gesellschaft Sinn und Seele einhauchen, scheinen von dem Aufschwung wenig abzubekommen. Die Kunst bleibt brotlos. Und das wird zunehmend zum Problem. Weil das Leben in den Städten immer teurer wird, Mieten und Lebensmittelpreise dramatisch steigen, geraten die fragilen Existenzmodelle vieler Kulturschaffender ins Wanken. Manche müssen aufgeben. Kommen dem Land der Dichter und Denker seine Künstler abhanden?

Ein deutscher Maler verdient mit seiner Kunst laut KSK-Meldungen keine 12.000 Euro im Jahr, ein Opernsänger weniger als 11.200 und experimentelle Künstler 9100 Euro. Wie gesagt: im Jahr. Frauen verdienen noch mal deutlich weniger, der relative Abstand zu den männlichen Kollegen ist hier noch größer als in anderen Wirtschaftszweigen.

Das alles sind Durchschnittswerte, in denen kommerziell erfolgreiche Stars wie zum Beispiel Sängerin Helene Fischer das Bild wohl noch zum Positiven verklären. Viele der Werke, die im Konzertsaal, in der Bibliothek, in der Galerie mit geneigtem Kopf rezipiert werden, sie entstehen auch in Boomjahren unter Armutsbedingungen. Gemessen an den ungezählten Arbeitsstunden, landen viele Kulturschaffende vermutlich weit unter Mindestlohn. (Text: Auszüge von www.welt.de)

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