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Plötzlich USt-pflichtig – das tut weh

Viele Existenzgründerinnen haben das Problem, dass sie nach Erreichen der Umsatzsteuerpflichtgrenze leider nicht einen Riesen-Sprung nach vorne machen können, sondern erstmal bei vielleicht 20.000 € Umsatz stagnieren. Sie arbeiten z.B. mit Kursen für Endverbraucher, denen die zusätzlichen 19 % MWSt richtig wehtun und die sich deshalb abmelden. Wenn sie die 19 % nicht draufschlagen können (z.B. auf die Kursgebühr), weil das der Markt nicht hergibt, umfasst ihr Honorar die MWSt bereits und sie schmälert damit ihren Gewinn um grob 19 %.
Um das zu vermeiden, könnte eine Lösung sein, dass die Gründerin ihre berufliche Tätigkeit aufsplittet in z.B.
1.) Einzelunternehmerin und
2.) UG (haftungsbeschränkt) und
3.) Beteiligung an einer GbR.
Damit reduziert sie ihre Umsätze so, dass sie ihre Umsatzsteuerpflicht noch  etwas hinauszögern kann. Aber Vorsicht! Dieses Aufsplitten (s.o.) muss inhaltlich und organisatorisch stringent sein und vom Finanzamt akzeptiert werden. Eine Steuerberaterin um verbindliche Auskunft bitten.

 

Text: Künstlerberatung Stefan Kuntz www.kuenstlerrat.de

Infos zu Stefan Kuntz findet ihr auch unter: www.all-artists-in.com/partner/ und sein Buch „Survival Kit  für Künstlerinnen und Publizisten – Werkzeug für die alltägliche und nicht-alltägliche Bürokratie“ – Basics oder digital plus